Diakonie
Diakonie Hergiswil
Hilfe und Beratung in schwierigen Lebensphasen – kompetent, empathisch und diskret.
Yvonne Kilchenmann ist Mitarbeiterin der Diakonie der Katholischen Kirchgemeinde Hergiswil. Im Gespräch erklärt sie ihre Arbeit.
Frau Kilchenmann, können Sie uns kurz zusammengefasst erklären, was Ihre Aufgabe ist?
Yvonne Kilchenmann: Ich begleite Menschen in schwierigen Lebensphasen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Glauben. Die Themen sind sehr vielfältig: von finanziellen und persönlichen Notlagen über akute Krisen wie familiäre Konflikte bis hin zu Fragen der Arbeitsintegration. Zusätzlich gehört es zu meinen Aufgaben, soziale Projekte und Initiativen zu fördern, die den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Öffentlichkeitsarbeit, damit Menschen überhaupt erfahren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Mir ist wichtig, dass jede und jeder spürt: Ich bin nie allein in Hergiswil.
Sie bringen eine breite Ausbildung für diese Aufgabe mit. Was zeichnet Ihre Arbeit besonders aus?
Ich habe einen Hintergrund als HR-Fachfrau und Weiterbildungen in Arbeitsintegration, Coaching, Psychologie und Gesundheit. Diese Kombination hilft mir, die Menschen ganzheitlich zu beraten. Empathie, Einfühlungsvermögen und individuelle Begleitung sind für mich zentral. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und verdient eine persönliche Lösung.
Mit welchen Fragen wenden sich die Leute am häufigsten an Sie?
Sehr oft geht es um finanzielle Schwierigkeiten oder den Verlust der Arbeit. Aber auch Themen wie Trennung, Scheidung, Konflikte in der Familie oder Belastungen während einer Schwangerschaft kommen häufig vor. Ebenso suchen Menschen Hilfe und Unterstützung bei Anträgen, rechtlichen Fragestellungen und bei der Kontaktaufnahme mit Behörden und sozialen Einrichtungen.
Was passiert, wenn jemand zu Ihnen kommt und gar nicht so recht weiss, was er oder sie eigentlich braucht?
Das ist völlig normal. Viele Menschen spüren nur, dass sie allein nicht mehr weiterkommen. Dann hören wir zuerst einmal genau zu. Im Gespräch klärt sich, was wirklich im Vordergrund steht – sei es die Suche nach einer Wohnung, die Orientierung im Hilfesystem, Unterstützung im Bewerbungsprozess oder einfach jemand, der in einer Krise da ist und zuhört.
Was würden Sie Menschen sagen, die sich innerlich schämen, Hilfe anzunehmen?
Dass es kein Zeichen von Schwäche ist, Unterstützung zu suchen, sondern im Gegenteil von intelligenter Stärke. Wir alle können in Situationen geraten, die uns überfordern. Es braucht Mut, den ersten Schritt zu tun. Und genau dafür sind wir da: um Orientierung und Halt zu geben.
Yvonne Kilchenmann kann ohne Voranmeldung jeweils am Dienstag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr im Chilezentrum besucht werden. Weitere Termine möglich mit Voranmeldung, Telefon +41 41 632 42 26, kilchenmann@kirche-hergiswil.ch
Yvonne Kilchenmann
Beispiele von Fragestellungen, die an die Diakonie Hergiswil gerichtet werden können:
- Welche Hilfen bekomme ich in einer finanziellen Notlage?
- Wie weiter bei einer Trennung oder Scheidung?
- Wer unterstützt mich in Konfliktsituationen im Rahmen einer Schwangerschaft?
- Wo bekomme ich Unterstützung als alleinerziehende Person?
- Gibt es Hilfen bei Erziehungsproblemen?
- Was tun bei familiärer Gewalt oder Konflikten?
- Wo finde ich eine Mutter-Kind-Einrichtung, ein Frauen- oder Männerhaus?
- Wie finde ich eine Notunterkunft oder eine Möglichkeit für betreutes Wohnen?
- Welche Integrationshilfen gibt es bei Fragen im Rahmen des täglichen Lebens?
- Ich habe seit längerer Zeit keine Arbeit – welche Unterstützung kann ich erhalten?
- Wo finde ich Hilfe bei Bewerbungen oder beruflicher Neuorientierung?
- Wo finde ich jemanden zum Reden in einer Krise?














