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Facelift für Webseite und Pfarreiblatt

Kirchenratspräsident Martin Dudle-Ammann im Interview zu den Optimierungen im Auftritt der Kirchgemeinde.

Martin Dudle, was hat Sie an der bisherigen Webseite der Kirchgemeinde gestört?
Optisch gar nichts, aber immer wenn ich schnell einen Termin einer kirchlichen Veranstaltung eruieren wollte, dauerte es seine Zeit. Anders ausgedrückt: Unsere Webseite war bis jetzt ein schönes Schaufenster, ab jetzt ist sie ein aktuelles Informationstool.

Events wurden doch bis jetzt auch kommuniziert und vorgestellt?
Natürlich, aber vor lauter Event-Euphorie vergassen wir beinahe unsere Hauptanlässe, die kirchlichen Feiern. Die musste man im E-Paper des Pfarrblattes suchen gehen. Ab jetzt findet man diese auf der Frontseite des Webs. Ein Klick und man weiss, wann der Gottesdienst beginnt.

Neu ist auch die Berichterstattung über vergangene Anlässe. Was ist der Sinn dieser Rückblicke?
Wir pflegen grossartige, kirchliche Traditionen und initiieren gleichzeitig viele neue Mechanismen und Ideen. Über beides gibt es Geschichten, Bilder, Videos, die wir unseren Mitgliedern der Kirchgemeinde nicht vorenthalten wollen. Diese Berichterstattung soll auch Motivation sein für Hergiswilerinnen und Hergiswiler, persönlich an unseren Aktivitäten teilzunehmen.

Tritt die Webseite damit nicht in Konkurrenz zum Pfarrblatt?
Natürlich. Viele Menschen informieren sich ausschliesslich nur noch online, diesem Umstand müssen wir auch als Kirche Rechnung tragen.

Also ist das Pfarrblatt mittelfristig dem Untergang geweiht?
Das sehe ich nicht so. Es gibt immer noch viele Mitglieder unserer Kirchgemeinde, vorab der reiferen Generation, die auf Papier nicht verzichten wollen. Es ist Teil ihrer Informationskultur. Also investieren wir auch in die Qualität des Pfarrblattes, um dessen Wahrnehmung in der Gemeinde zu erhöhen.

Wie wollen Sie das erreichen?
Durch journalistische Relevanz. Nebst den religiösen Pflichtstoffen und dem Programm der Kirchgemeinde wollen wir noch mehr Reportagen bringen, Menschen vorstellen, Mechanismen des kirchlichen Lebens erklären. Dazu kommt eine reiche Bebilderung und die der klassischen Zeitung nachempfundene Gliederung des Heftes mit neuen Rubriken.

Was ist das übergeordnete Ziel dieser Kommunikationsoffensive?
Die Katholische Kirche wird von nicht wenigen Menschen nur noch über das wahrgenommen, was vermeintlich falsch läuft. Das ist traurig. All die grossartigen Werke von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden gehen dabei oft vergessen. Wir wollen in Hergiswil unsere Kirche transparent leben, Einblicke geben in all das, was vor und hinter den Kulissen passiert. Unsere Gläubigen, aber auch nicht-kirchlich engagierte Menschen sollen wissen, was die Katholische Kirche leistet.

Viermal pro Jahr wird das Pfarrblatt in Zukunft in alle Haushaltungen von Hergiswil verteilt. Ist da missionarischer Eifer im Spiel?
(schmunzelt) Ein solches Ziel dürfte mit dem alleinigen versenden eines Pfarrblattes, sei es noch so informativ, kaum im Fokus sein. Nein, es geht um die Aufklärung der gesamten Bevölkerung über das Wirken eines relevanten Trägers des sozialen Lebens in unserer Gemeinde. Unsere Arbeit umfasst Dienstleistungen und Aktivitäten, die auch nicht-katholische Bürgerinnen und Bürger ansprechen und von ihnen genutzt, respektive besucht werden dürfen.

Wann können Sie sagen: Wir haben unser Ziel mit diesen Massnahmen erreicht?
Natürlich sind wir gespannt auf die Entwicklung der Besucherzahlen unserer Anlässe, vorab der religiösen Feiern. Wenn ich ausserdem hin und wieder in einem Geschäft oder in der Beiz in Hergiswil aufschnappe: «Hast Du im Pfarrblatt dieses oder jenes gelesen, das war interessant», dann werde ich allen kommunikativ Arbeitenden dieser Gemeinde im Geiste mit Freude auf die Schulter klopfen.

Ahy

Kirchenratspräsident Martin Dudle-Ammann.