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August

August

Mit der Kirche durchs Jahr

AUGUST

MARIÄ HIMMELFAHRT, 15. AUGUST

Schon seit dem 7. Jahrhundert gibt es in Rom am 15. August ein Fest Aufnahme Mariens in den Himmel. Bedeutend wurde es aber 1950 durch das Dogma «von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel».

Mariä Aufnahme in den Himmel ist das bedeutendste Marienhochfest! Maria hat ihr Ziel im Himmel, bei Gott, gefunden. Wenn Maria aber unser Vorbild ist, dann ist ihre Ankunft bei Gott für uns alle ein Fest der Freude.

Die Legende erzählt, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden! Heute noch werden in vielen Häusern geweihte Kräuter aufbewahrt, zum Schutz gegen Unwetter und Feuer. Die Kräuterweihe wird seit Jahrhunderten zu Maria Himmelfahrt vorgenommen.

In Hergiswil feiert man um 13.30 Uhr auch in der Renggkapelle einen Gottesdienst mit Kräutersegnung.

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Juli

Juli

Mit der Kirche durchs Jahr

JULI

 

JAKOBUSTAG, 25. JULI

Der Apostel Jakobus der Ältere feiert sein Fest am 25. Juli. Immer wenn sein Fest auf einen Sonntag fällt, z.B. im Jahr 2010, wird in der Kathedrale von Santiago de Compostella, in der Stadt, wo nach der Legende der Apostel begraben ist, schon zu Beginn des Jahres die Heilige Pforte geöffnet und ein Heiliges Jahr ausgerufen. Auf dem ganzen Jakobsweg, aber vor allem in Spanien, finden dann Jubiläumsanlässe statt, und es sind dann noch mehr Pilger unterwegs als ohnehin.

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Juni

Juni

Mit der Kirche durchs Jahr

JUNI

PFINGSTEN

Dieses Fest bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises. «Pfingsten» leitet sich vom griechischen «pentekoste» für «der 50. Tag» ab. Pfingsten ist das Fest des Hl. Geistes, welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren.

Die Taube gilt als Symbol für den Hl. Geist. In Vergessenheit geraten, weil abgeschafft, sind der mittelalterliche Brauch, dass lebendige Tauben freigelassen wurden, die während der Pfingstliturgie den Kirchenraum durchflogen. (Früher, da war halt noch was los…).

DREIFALTIGKEITS-SONNTAG

Der Sonntag nach Pfingsten wird Dreifaltigkeits-sonntag genannt. An ihm erinnern wir uns daran, dass unser Gott ein dreifaltiger ist: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Unter den Predigern ist der Dreifaltigkeitssonntag sehr unbeliebt, weil es anspruchsvoll ist, über die Dreifaltigkeit zu predigen. Schon viele Theologen haben sich über die Dreifaltigkeit das Hirn zerbrochen.

In Hergiswil wird am Dreifaltigkeitssonntag das Salz gesegnet.

FRONLEICHNAM

Der Name «Fronleichnam» stammt von: «fron»  (Herr), «lichnam» (Leib). An diesem Tag feiern wir (was am Gründonnerstag nicht so festlich begangen wurde) das Hochfest des Leibes und Blutes Christi (das letzte Abendmahl)! Jesus hat dabei seinen Jüngern (und somit uns) Kostbares überlassen, nämlich den lebendigen Leib des Herren (so auch die Übersetzung des Wortes «Fronleichnam») in Form des Brotes (Hostie) und des Weines. An die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein (bei jeder Messe) wird zu Fronleichnam besonders gedacht!

Seit dem Jahr 1317 wird das Fest weltweit 60 Tage nach Ostern gefeiert. Seine Beliebtheit verdankt dieses Fest vor allem der Sakramentsprozession.

In Hergiswil nehmen Behörden und Vereine am Festgottesdienst teil. Er beginnt bei schönem Wetter beim Haupteingang der Kirche. Dann startet die Prozession, begleitet vom Musikverein, am Bahnhof vorbei zur Glasi. Dort wird der Wortgottesdienst abgehalten. Für die Eucharistiefeier zieht man zum Schulhausplatz beim Chilezentrum. Schliesslich endet der Gottesdienst mit dem eucharistischen Segen vor der Pfarrkirche. Das Fest wird umrahmt durch Böllerschüsse der Herrgottskanoniere.

HERZ-JESU-FEST

Am Freitag, neun Tage nach Fronleichnam, feiert die katholische Kirche das Hochfest vom Heiligsten Herzen Jesu. Mit dem Herzen Jesu verehrt man seine Liebe zum Vater, aber auch seine Liebe zu den Menschen, die in seinem Liebestod am Kreuz gipfelt.

In Hergiswil wird der ganze Monat Juni als Herz-Jesu-Monat betrachtet, und man stellt die Herz-Jesu-Statue in der Kirche auf. Noch bekannter als das Herz-Jesu-Fest ist in Hergiswil der Herz-Jesu-Freitag. Er wird jeweils am ersten Freitag des Monats gefeiert und zeichnet sich aus durch Aussetzung und Gebet zum Allerheiligsten nach der Eucharistiefeier und abschliessendem eucharistischem Segen. In Hergiswil wird die Herz-Jesu-Frömmigkeit vor allem durch die Ehrenwache gefördert.

ALPSEGNUNG

Am Mittwoch um Mitte Juni werden in Hergiswil die Alpen gesegnet. Man trifft sich um 10 Uhr auf der Alp Unterlauelen ob Eigenthal zu einem Gottesdienst. Anschliessend begibt sich der Seelsorger mit seinen Begleitern von einer Alp zur anderen: Oberlauelen, Boneren, Fräkmüntkapelle, Fräkmüntalp, Alpgschwänd. Überall wird die Gruppe vom Älpler mit einem Kaffee empfangen, und der Seelsorger segnet Mensch und Vieh. Den Abschluss bildet das Magronenessen im Restaurant Alpgschwänd.

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Mai

Mai

Mit der Kirche durchs Jahr

MAI

MUTTERTAG

Der Muttertag wird am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Er ist kein eigentlicher kirchlicher sondern ein ziviler Festtag. Er ist Ende des 19. Jahrhunderts in den USA durch die Frauenrechtsbewegung entstanden. In der Schweiz wurde er v.a. von der Heilsarmee und den Floristen propagiert und 1930 offiziell eingeführt. Wir sagen an diesem Tag den Müttern danke für ihre geleistete Arbeit das Jahr hindurch, bringen aber auch Anliegen der Frauen vor.

In Hergiswil singt jeweils der Jodlerklub im Gottesdienst und es wird die Kollekte für den Hilfsfonds der Frauen Hergiswil eingezogen.

BITTGANG NACH MARIA RICKENBACH

Früher traten oft die Wildbäche in Hergiswil über die Ufer und richteten grossen Schaden an. Davon betroffen waren vor allem Land und Wälder der Korporation Hergiswil. Daraufhin haben sie beschlossen, jedes Jahr zusammen mit der Pfarrei nach Maria Rickenbach zu pilgern. Seit jeher bittet man zu Maria um Schutz vor Unwetter und Übertritt der Wildbäche. Die Wallfahrt begleiten jeweils auch die Schüler der 5./ 6. Klassen Dorf oder Matt. Sie bitten um den Segen Gottes. Es sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, an der Wallfahrt teilzunehmen.

HIMMELFAHRT – CHRISTI HIMMELFAHRT – AUFFAHRT

Dieser Tag wird stets an einem Donnerstag, 40 Tage nach dem Ostersonntag, begangen. 40 Tage deshalb, weil in der Hl. Schrift steht: «Den Aposteln hat Jesus nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. 40 Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.» Dieses Geschehen ist sowohl im Lukas-Evangelium als auch in der von Lukas verfassten Apostelgeschichte fest-gehalten:
Nachdem Jesus am 3. Tage von den Toten auf-erstanden war, so heisst es dort, wurde er 40 Tage später vor ihren Augen emporgehoben, eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Um 400 wurde Christi Himmelfahrt bereits 40 Tage nach Ostern, jeweils an einem Donnerstag, gefeiert. Es ist daher eines der ältesten christlichen Feste!
Diese Himmelfahrt, so schreibt der Katechismus der kath. Kirche, meint den «endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit». Bis zum Jahre 1965 war es in den Kirchen Brauch, an diesem Tag eine Christusstatue während der Messfeier an einem Seil zum Kirchengewölbe und durch ein Loch hinwegzuziehen. Dieser Brauch wurde dann durch einen Kirchenerlass untersagt und geriet somit in Vergessenheit.

In Hergiswil startet man früh am Morgen zu einer Bittprozession über Flur und segnet die vier Bäche.

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April

April

Mit der Kirche durchs Jahr

APRIL

PALMSONNTAG

Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Man erinnert sich, wie Jesus auf einem Esel durch das Stadttor nach Jerusalem einzog. Eine grosse Menschenmenge jubelte ihm zu, und sie breiteten ihre Kleider sowie Palmzweige auf der Strasse aus. Dabei riefen sie: «Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe». Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar mit der darauf folgenden Karwoche verbunden, welche eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnert.

In Hergiswil werden am Palmsonntag Palmsträusse vorbereitet, in die Kirche gebracht und gesegnet. Im Gottesdienst hört man die Leidensgeschichte Jesu. Die gesegneten Palmen werden nach Hause genommen und damit die Kreuze geschmückt.

GRÜNDONNERSTAG

Mit dem Gründonnerstag endet die 40 tägige Fastenzeit. Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens Jesu. Sein Name kann von «gronan» (=weinen, greinen) abgeleitet werden, denn damit könnten Tränen der Büsser gemeint sein, die in der alten Kirche an diesem Tage nach beendeter Busse wieder in die kirchliche Gemeinschaft integriert wurden.

Der Gründonnerstagabend zählt zu den drei österlichen Tagen, weil nach antiker und biblischer Tradition der neue Tag mit dem Vorabend beginnt. Lange Zeit war in der Geschichte der Kirche die Feier dieser drei Tage auf den Tod Jesu konzentriert. Karfreitag und Osternacht gehören zusammen: Ohne Tod keine Auferstehung.

Die Fusswaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, die Einsetzung des Abendmahls, das Gebet Jesu am Ölberg und schliesslich die Auslieferung Jesu an seine Verfolger sind Hauptmotive der Feier am Abend des Gründonnerstag.

Im Anschluss an die Abendmahlsfeier wird die Monstranz in die Kapelle Maria zum guten Rat übertragen, wo bei stillem Gebet an die Stunde im Ölberg gedacht wird.

KARFREITAG

Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens und Sterbens Christi. Es ist der höchste Feiertag für evangelische Christen. Sie betonen besonders das Sterben Jesu für uns und die daraus resultierende Erlösung aus Sünde und Schuld. In seinem Namen steckt «Kara, chara». Das ist althochdeutsch und bedeutet «Trauer, Wehklage». Um 15.00 Uhr, zur Todesstunde Christi, finden sich die Christen ein, um des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken. Es wird entweder der Kreuzweg gebetet oder die feierliche Karfreitagsliturgie mit der Passion und der Kreuzverehrung gehalten. An diesem Tag gibt es keine Messe. Auch am darauffolgenden Karsamstag entfällt die Messe!

Der Karfreitag ist für Christen ein strenger Buss- und Abstinenztag!

OSTERN

Ostern ist das älteste und höchste Fest der Christen!
Das Wort «Ostern» leitet sich vom indogermanischen Wort für «Morgenröte» ab. Im Französischen heisst Ostern «Pâques» was von «Pasques» kommt und sich daher klar vom Passah-Fest ableitet.

Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern an einem einzigen Tag. Im 3. Jahrhundert wurde die Karwoche zur Fastenzeit ernannt. Erst im 4. Jahrhundert führte man die 3 hl. Tage (vom Gründonnerstagabend bis Ostersonntag) als Höhepunkt des Kirchenjahres ein.
Das Konzil von Nizäa legte fest, dass der Ostersonntag am 1. Sonntag nach dem auf den Frühlingsanfang (21. März) folgenden Vollmond gefeiert wird. Daraus resultiert, dass der Ostersonntag stets als beweglicher Festtag im Jahreskreis zwischen dem 22. März und dem 25. April stattfindet.

Der Ostersonntag wird gefeiert als das Fest der Auferstehung des Herrn. Besonders eindrücklich ist dabei die Osternachtfeier, wo das Licht des Osterfeuers als kleine Flamme in die Kirche hineingetragen wird. Im Wortgottesdienst erinnert man sich an das Handeln Gottes am Menschen. Dann wird mit der Osterkerze das Taufwasser gesegnet, oftmals auch eine Taufe gefeiert oder zumindest der Glaube erneuert und die Eucharistie gefeiert.

In Hergiswil trifft man sich nach der Osternachtfeier noch zum Eiertütschen auf dem Dorfplatz oder im Chilezentrum.

OSTERMONTAG

Das ereignete sich damals am Montag nach Ostern:
Die Apostel kehren um, versammeln sich, wissen nicht recht, wie es weitergehen soll. Zwei von ihnen machen sich auf den Weg nach Emmaus. Unterwegs treffen sie Jesus, erkennen ihn aber nicht. Er redet mit ihnen und öffnet ihnen den Sinn für die Schrift. Als sie in ein Gasthaus einkehren und er mit ihnen das Brot bricht, wird ihnen klar: Es ist Jesus. Plötzlich aber ist er nicht mehr da. Voll Freude kehren sie nach Jerusalem zurück und berichten den anderen versammelten Aposteln von dieser Begegnung. In den folgenden Tagen bis zur Himmelfahrt werden sie noch öfters den «Herrn» in der verklärten Gestalt sehen und mit ihm reden.

WEISSER SONNTAG

Der Weisse Sonntag ist zunächst ganz einfach der achte Tag nach Ostern. Früher hat man Ostern acht Tage lang gefeiert und am achten Tag die weissen Kleider wieder ausgezogen. So hat dieser Tag seinen Namen bekommen.

In Hergiswil werden die Kinder der dritten Primarklasse am zweiten Sonntag nach Ostern am Tisch des Herrn mit einem kindgerechten Abenteuerland Gottesdienst willkommen geheissen. Der Dankgottesdienst wird eine Woche nach der Erstkommunion gefeiert.

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