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März

März

Mit der Kirche durchs Jahr

MÄRZ

ASCHERMITTWOCH

Der Aschermittwoch eröffnet die Fastenzeit.
Wie der Aschermittwoch zu seinem Namen kam? Im Gottesdienst dieses Tages wird Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres geweiht und den Gläubigen auf Stirn oder Scheitel gestreut.

Dabei wird gesprochen:
«Gedenk, o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrest du zurück.» Der Gläubige wird daran erinnert, dass nun die 40 Tage der Busse und des Verzichts gekommen sind und dass er sich auf Ostern (höchstes christliches Fest) mit Körper und Seele vorbereiten soll!

Asche ist Symbol der Vergänglichkeit, der Busse und Reue. Schon die Menschen im Alten Testament «hüllten sich in Sack und Asche», um ihrer Bussgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde auch als Reinigungsmittel verwendet, daher auch das Symbol für die Reinigung der Seele.

Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtszeit, in der ausgelassen gefeiert wurde. Die Fastnacht war früher nur der Vortag von Aschermittwoch.

FASTENZEIT

(oder 40 tägige Vorbereitungszeit):
Die Zahl 40 kommt in der Bibel sehr oft vor: 40 Tage dauerte die Sintflut, 40 Tage war Moses auf dem Berg Sinai, 40 Jahre verbrachte das Volk Israel in der Wüste, 40 Tage fastete Jesus. Früher fastete man vierzig Tage lang als Vorbereitung auf Ostern. Heute sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag so genannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag satt essen und auf Fleisch verzichten sollten. In Hergiswil wird gemeinsam Fastensuppe gegessen und für ein soziales Projekt gesammelt. Auch hat sich schon der Rosenverkauf für die Entwicklungswerke eingebürgert.

KRANKENSONNTAG

Krankensonntag In der Schweiz hält man am ersten Sonntag im März den Krankensonntag. Dies ist ein politischer Gedenktag. Man denkt an die Anliegen der Kranken. Wie ist es, wenn man nicht mehr essen oder reden kann, wenn man Hilfe braucht? An diesem Tag hält die Bundespräsidentin bzw. der Bundespräsident eine Ansprache im Fernsehen.

In Hergiswil wird im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst die Krankensalbung gespendet.

WELTGEBETSTAG

Der Weltgebetstag findet immer am ersten Freitag im März statt. Er ist eine ökumenische Initiative. Eine Frauengruppe – jedes Jahr aus einem anderen Land der Welt – bereitet eine Liturgie vor, die dann so auf der ganzen Welt gefeiert wird. So lernt man jedes Jahr die Anliegen eines anderen Landes kennen.

Von Hergiswil gehen die meisten für die Feier des Weltgebetstages nach Stans in die reformierte Kirche.

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Februar

Februar

Mit der Kirche durchs Jahr

FEBRUAR

DARSTELLUNG DES HERRN

Dieses Fest erinnert daran, wie Jesus als Erstlingsopfer von Maria und Josef vierzig Tage nach seiner Geburt nach Jerusalem zum Tempel gebracht wurde und wie sich Maria dort nach der Geburt reinigen liess. Im Volksmund wird das Fest auch Mariae Lichtmess genannt. Das Fest ist aber ein Herrenfest und kein Marienfest, weil Jesus im Zentrum dieses Festes steht. Es ist ein weihnächtliches Fest ausserhalb der Weihnachtszeit. In Hergiswil werden an diesem Tag Kerzen gesegnet, die man von zuhause mitbringt und gesegnet wieder nach Hause nimmt. Gleichzeitig werden die liturgischen Kerzen für die Kirche gesegnet.

AGATHATAG

Nach der Legende war Agatha eine vornehme Jungfrau. Weil sie das Werben des Stadtpräfekten von Catania ablehnte, wollte dieser sie mit allerhand Männern verkuppeln. Sie bewahrte aber ihre Reinheit. Sie wurde gefoltert und man schnitt ihr die Brüste ab. Der hl. Petrus erschien ihr aber und heilte sie. Am Jahrestag ihres Todes brach der Ätna aus. So nahm man einen Schleier von ihr – den man noch aufbewahrt hatte – und hielt ihn der Lava entgegen. So rettete Agatha die Stadt und wurde zur Patronin der Feuerwehr aber auch zur Nothelferin bei Brustkrankheiten. Beliebt ist das Agathabrot, das die Form der amputierten Brüste der Heiligen hat.

In Hergiswil kommt am Samstag um den Agathatag die Feuerwehr zur Kirche. Die Kirche ist mit Feuerwehrutensilien geschmückt und das Agathabrot wird gesegnet.

VALENTINSTAG, 14. FEBRUAR

St. Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden, Verlobten, Bienenzüchter. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom.

Legende: Es herrschte im römischen Reich Kaiser Claudius II., ein Gegner des Christentums. Mönch Valentin liess es sich nicht nehmen, trotz eines Verbotes des Kaisers, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen und ihnen in Partnerschaftskrisen zu helfen. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume. Am 14. Februar 269 wurde er deshalb hingerichtet!

Brauchtum: Seit damals schenken die Menschen einander am 14. Februar, dem Valentinstag, mit roten Herzen geschmückte Blumen. Also steht der Valentinstag unter dem Zeichen der Liebe! 1945 erst verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum durch den Einfluss der USA, England und Frankreich, in denen er schon üblich war.

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Januar

Januar

Mit der Kirche durchs Jahr

JANUAR

NEUJAHRSTAG, 1. JANUAR

Hochfest der Gottesmutter Maria Am 1. Januar, dem achten Tag nach Weihnachten, ist nicht nur Neujahrstag, sondern aus katholischer Sicht zudem das Hochfest der Gottesmutter Maria.

In Hergiswil feiert man aus Rücksicht auf diejenigen, die sich am Morgen noch gerne von der Silvesterfeier erholen möchten, erst am Abend Gottesdienst, oft unter Mitwirkung des Kirchenchores mit derselben Messe wie an Weihnachten.

BERCHTOLDSTAG, 2. JANUAR

An diesem Tag gedenkt man nicht etwa des Hl. Berchtold, sondern der Göttin Berchta, der Frau Wotans; sie hat diesem Tag den Namen gegeben. Die Göttin veranstaltete – wie Wotan auch – in der Zeit nach der Wintersonnenwende, Umzüge. Als Tage der Göttin galten den alten Germanen der 30. Dezember, der 6. Januar oder eben der 2. Januar.

HEILIGE DREI KÖNIGE, 6. JANUAR

Der Evangelist Matthäus schrieb: «Weise, Magier oder Sterndeuter kamen aus dem Morgenland, um dem neugeborenen König der Juden zu huldigen.» Mt 2,1-12 Aus der Dreizahl der im biblischen Bericht genannten Gaben (Myrrhe, Gold und Weihrauch) schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Magier. Nach dem Text der Bibel handelt es sich jedoch nicht um Könige, sondern um Magier, Weise oder Sterndeuter aus dem Osten. Sie folgten einem besonderen Stern und gelangten so nach Bethlehem zum Jesuskind. In ihm erkannten sie den neugeborenen König der Juden und brachten kostbare Geschenke dar. In frühchristlicher Zeit wurden die Drei als Herrscher dargestellt und symbolisierten «das Lebensalter» – Jüngling, Mann und Greis. Später kamen andere Symbole hinzu, wie aus 3 Erdteilen oder von 3 Rassen. Seit dem 8. Jahrhundert heissen sie «Caspar, Melchior, Balthasar». Zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Seit dem 12. Jahrhundert stellt man einen König schwarzhäutig dar. Die Legende sagt, ihre Gebeine seien von der hl. Helena nach Konstantinopel gebracht worden. Von dort kamen sie nach Mailand. 1164 übersiedelte man sie nach Köln, wo sie im «Dreikönigsschrein» ihre Ruhe fanden. Der Dreikönigstag heisst in der Kirche offiziell Epiphanie. Diese griechische Bezeichnung bedeutet Erscheinung: Jesus Christus erscheint der Welt – zuerst den Magiern im Morgenland – als der Heiland. Die Welt merkt, dass der Heiland geboren worden ist.

In Hergiswil werden an Epiphanie Kinder als Könige ausgesandt (Sternsinger), die in die Häuser des Dorfes gehen, sie segnen und Segnungslieder singen. Im Gottesdienst wird das Dreikönigswasser gesegnet.

TAUFE DES HERRN

Diesen Feiertag feiert die Kirche am Sonntag nach Epiphanie. Das Fest erinnert, wie der Name sagt, an die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer. Mit diesem Fest endet die Weihnachtszeit. Spätestens jetzt wird die Krippe wieder versorgt und der Christbaum entsorgt.

BLASIUSTAG

In der Legende über den hl. Blasius heisst es, dass er als Bischof in Armenien im 4. Jh. verfolgt wurde und sich in einer Höhle versteckte. Die Tiere kamen aber dorthin und liessen sich von ihm heilen und segnen. Schliesslich wurde er entdeckt und ins Gefängnis abtransportiert. Auf dem Weg dorthin begegnete er einem Jungen, der eine Fischgräte verschluckt hatte. Ihn rettete er vor dem Ersticken. Darauf geht der Blasiussegen gegen Halskrankheiten zurück. Der hl. Blasius ist Patron der Ärzte und Weber. Im deutschen Sprachraum – weil man dachte, Blasius komme von blasen – ist er auch der Patron der Windmüller, Nachtwächter und Blasmusikanten. Er ist einer der 14 Nothelfer, v. a. gegen Halskrankheiten, wilde Tiere und Stürme. Er wird als Bischof mit Mitra und Stab, Messgewand, mit zwei gekreuzten Kerzen oder mit Schweinskopf oder mit einem Knaben oder mit einem Horn dargestellt.

Auch in Hergiswil wird im Anschluss an den Gottesdienst am Blasiustag der Blasiussegen mit zwei brennenden Kerzen gespendet: Auf die Fürsprache des Hl. Blasius bewahre dich Gott vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich der dreifaltige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

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